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Inklusive Pädagogik - eine gute Idee!
"Lernbehinderung“ oder entsprechende Folgebegriffe beschreiben nicht ein individuelles Merkmal oder gar einen umrissenen Personenkreis, sondern den Zustand mangelnder Passung von individuellem Lernbedarf und schulischem Angebot (Hans Eberwein, Lernbehinderung: Faktum oder Konstrukt?, 1997).
Die Integration geht von der Überzeugung aus, es gebe zwei Typen von Kindern, nämlich die mit sonderpädagogischem Förderbedarf und die ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. In ihrem Bestreben, Kinder mit Beeinträchtigungen zu integrieren, verursachen die Integrationsbefürworter ungewollt die Entstehung dieses Zwei-Gruppen-Bilds: Schüler, die innerhalb des Systems vollberechtigt etabliert sind und andere, die außerhalb stehen und zu integrieren sind.
Für die Inklusion gibt es keine zwei Gruppen von Schülern, sondern einfach Kinder und Jugendliche, die die Schülergesamtheit darstellen und die unterschiedliche Bedürfnisse haben. Viele dieser Bedürfnisse werden von der Mehrheit geteilt und bilden die gemeinsame Erziehungs- und Bildungsbedürfnisse. Alle Schüler haben darüber hinaus individuelle Bedürfnisse, darunter auch solche besonderer Art, für deren Befriedigung die Bereitstellung spezieller Mittel und Methoden sinnvoll sein kann.
Die inklusive Pädagogik erhebt den Anspruch, eine Antwort auf die komplette Vielfalt zu sein. Sie tritt ein für das Recht aller Schüler, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft. Die Inklusion beruft sich auf die Menschenrechte und fordert, dass die Schule den Bedürfnissen ihrer Schülergesamtheit gewachsen sein soll. Kein Kind soll ausgesondert werden, weil es den Anforderungen der Schule nicht entsprechen kann. Im Gegensatz zur Integration, will die Inklusion nicht die Kinder den Bedingungen der Schule anpassen, sondern die Rahmenbedingungen an den Bedürfnissen und Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler ausrichten.
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